Saunakabinen bieten heute viel mehr als ein klassisches Schwitzbad. Oft sind es mehrere Badeformen, die in einer Kabine integriert sind. Entsprechend leistungsfähig und präzise muss auch eine Steuerung ausgelegt sein, an der man nicht nur die eingespeicherten Badeformen abrufen kann, sondern auch weitere Features wie zum Beispiel Licht und Sound. Mit Systemen zur Steuerung von Wellnessbereichen können diese Elemente optimal aufeinander abgestimmt werden. Mit individuellen, auf das jeweilige Wellnesskonzept zugeschnittene Steuer- und Regelsysteme können alle Kabinen (Saunen, Dampfbäder etc.), deren Komponenten (Saunaöfen, Dampfgeneratoren, Duftdosierungen, Beleuchtungen etc.) und Parameter (Temperaturen, Luftfeuchten etc.) eines Wellnessbereichs von einem zentralen Display aus bequem bedient und kontrolliert werden. Die Zentralsteuerungen werden projektbezogen geplant und produziert. Dadurch können die Systeme individuell auf die Anforderungen eines Projekts angepasst werden.

Moderne Wellnesssteuerungen lassen sich an alle gängigen Gebäudeleittechniken durch die Verwendung von ModBUS, KNX, BacNet und weiteren Schnittstellen anbinden. Messwerte, aktuelle Betriebszustände sowie evtl. auftretende Alarme können in der Regel auf jedem browserfähigen Endgerät wie PC, Smartphone oder Tablet angezeigt werden. Durch intelligente Programmierung der Kabinensteuerung ist eine effiziente Energieoptimierung möglich.

Saunasteuerungen gibt es natürlich in einer Vielzahl unterschiedlicher Varianten: vom einfachen Gerät, das die Temperatur regelt und mit dem sich das Licht ein- und ausschalten lässt, bis hin zu Geräten, die zahlreiche Badeformen und Funktionen steuern können. Das sind neben den genannten noch zusätzlich die Verdampfer- und Nachheizfunktionen sowie der Lüfternachlauf, außerdem Farblichtsteuerung, Sound etc.

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Während einfache Geräte über das Basispaket mit Temperatur und Licht verfügen, können die Geräte der nächsthöheren Stufe bereits auch die Luftfeuchte in der Kabine regeln. Natürlich erfolgt der Wechsel einer Badeform und damit der klimatischen Bedingungen im Rahmen der physikalischen Grenzen. Beispielsweise darf ab einer bestimmten Temperatur in der Kabine die Luftfeuchte einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Das bedeutet in der Praxis: Wenn zum Beispiel ein Finnisches Saunabad mit hoher Temperatur gefahren wurde und danach am Gerät das Programm für ein Softdampfbad gewählt wird, erzeugt der Verdampfer erst den Dampf, wenn die Temperatur in der Kabine unter einem bestimmten Wert gefallen ist. Diese Sicherheitsregelung ist in den meisten Geräten implementiert. Hochwertige Steuerungen beinhalten meist fest eingestellte Programme bzw. Badeformen genauso wie die Möglichkeit, im Rahmen der physikalischen Kennlinien die Werte verändern zu können. Die Klimawerte passen sich aber schnell den neuen Einstellungen an, sodass niemand lange warten muss, bis die neue Badeform eingestellt ist. Wenn die Klimazone gewechselt wird, übernimmt die Steuerung automatisch die notwendigen Vorgänge wie Aufheizen und Entlüften.

Hinzu kommen auch andere Features wie zum Beispiel Farblichttherapie. Jede Farbe kann für sich eingestellt oder einzeln geschaltet werden, und zwischen den einzelnen Farben besteht ein nahtloser Übergang. Auch dafür sind alle Einstellungen im Display hinterlegt.

Was die Bedienung betrifft, gibt es natürlich Unterschiede zwischen den Geräten. Die früheren Drehknöpfe findet man heute kaum noch. In der Regel wird ein Display mit Bedienerführung geboten. Manche Geräte bieten auch LED-Anzeige. Der Kunde kann so bequem alle wichtigen Daten abrufen. Angezeigt werden Temperatur, Luftfeuchte, Kabinenlicht, ob der Ofen heizt oder nicht, Farblicht und Soundsystem, falls vorhanden. Bei Feuchtebetrieb übernimmt die Steuerung auch die Kontrolle des Dampfgenerators. In der Kabine befindet sich ein Feuchtefühler, der solange Dampf produzieren lässt, bis der eingestellte Wert von zum Beispiel 65 % Luftfeuchte erreicht ist. Bei manchen Geräten gibt’s eine Anzeige, dass die Kabine badebereit ist.

Bei allen Anbietern hat der Komfort- und Convenience-Aspekt größte Priorität. Der Kunde soll nicht programmieren, sondern das Bad in der Kabine genießen können. Deshalb wird die Menüführung so einfach wie möglich gehalten. Bei vielen Steuerungen kann zum Beispiel die Badezeit, also Beginn und Ende, eingestellt werden. Wenn beispielsweise die Sauna auf 20 Uhr eingestellt ist, rechnet die Steuerung automatisch die Vorheizzeit hinzu und beginnt eine dreiviertel Stunde früher mit dem Aufheizen. Ein Symbol zeigt dann an, wenn die Kabine badebereit ist. Bei einem Störfall schaltet die Anlage automatisch ab. Das wird dann auch mit einem Schraubenschlüssel im Display angezeigt.

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Häufig sind verschiedene Badeformen in einer Steuerung implementiert: beispielsweise Finnische Sauna, Softdampfbad, Infrarotheizsystem und Infrarot mit höherer Luftfeuchte. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Kabine zu aromatisieren. Manchmal stehen gleich mehrere Düfte zur Auswahl. Die jeweilige Badeform kann am Display abgerufen werden, wobei der Wechsel von der Sauna zu einer anderen Badeform, bedingt durch die höheren Temperaturen, am längsten dauert. Da man aber zwischen den Durchgängen auch mal ruhen sollte, stellt dies kein Problem dar.

In Mode gekommen sind in den vergangenen Jahren zweigeteilte Steuergeräte: mit einem Bedienteil direkt an der Kabine und einem Lastteil, das weitere Funktionen aufnehmen kann und woanders untergebracht ist. Von hier aus können eventuell noch weitere Kabinen angesteuert werden sowie Licht und Sound im Umgebungsraum. Über BUS-Steuerung ist auch der externe Zugriff möglich, sodass weitere Kabinen über nur ein Display gesteuert werden können.

Intelligente Steuerungen können auch bei einzelnen Dampfbädern zum Einsatz kommen. Entsprechende Systeme zur kompletten Steuerung von Dampfbädern, deren Komponenten (Dampfgenerator, Duftdosierung, Beleuchtungen, Zu- und Abluft etc.) und Parametern (Temperatur, Luftfeuchte etc.) mit einem Touchdisplay werden projektbezogen geplant und produziert. Dadurch können die Systeme individuell auf ein Projekt angepasst werden. Je nach Anforderungen ist es zum Beispiel möglich, ein Dampfbad in unterschiedlichen Betriebsarten zu betreiben (zum Beispiel Dampfbad klassisch, Hamam, Tepidarium, Heilerde-Dampfbad, Sole-Dampfbad).

Zur Bedienung und Visualisierung können übersichtliche und intuitiv bedienbare Touch-Grafikdisplays zum Einsatz kommen. Diese sind oftmals mehrsprachig programmierbar. Zudem können bei modernen Systemen Messwerte, aktuelle Betriebszustände sowie evtl. auftretende Alarme auf jedem browserfähigen Endgerät wie PC, Smartphone oder Tablet angezeigt werden.