Mit einem Fertigbecken ließen sich die Wünsche des Bauherren am besten umsetzen. Das Ergebnis ist eine gelungene Schwimmhalle, die durch das Becken, die Materialauswahl und die Ausstattung überzeugt.

 

Perfekte Harmonie

Der erste Kontakt kam über den Architekten zustande. Das Architekturbüro Jörg Gehles aus Haßfurt hatte den Auftrag, in einem Anbau ans bestehende Wohnhaus eine Schwimmhalle zu integrieren und suchte entsprechende Fachunternehmen, die die Pläne umsetzen konnten. Den Vorschlag, ein PVC-Fertigbecken zu nehmen, um eine schnelle und sichere Abwicklung des Projekts zu gewährleisten, stimmten Bauherr und Architekt zu. So wurde Olaf Wendler, Geschäftsführer vom PVC-Beckenhersteller Vario Pool System zu einem Gespräch eingeladen, um die Möglichkeiten zu diskutieren, wie das Projekt mit einem Fertigbecken am besten umgesetzt werden konnte.

„Das große Grundstück ist vor allem durch eine starke Hanglage gekennzeichnet“, erläutert Olaf Wendler. Seitlich wird das Gelände durch die Nachbarn eingefasst und reicht weit den Hang hinab, bis es auf einen schmalen Weg mündet. Wendler: „Von unten hätte der Pool nicht eingebracht werden können, da die Hubweite für den Kran zu groß gewesen wäre.“ So verblieb für die Einbringung nur die Straße oberhalb des Wohnhauses, die aber auch schmal und verwinkelt war. Das Becken wurde im Werk von Vario Pool System produziert und dann in einem Stück von einem Tieflader zur Baustelle transportiert. Der schwierigste Part war der Transport des Pools bis vors Haus. Als dies geschafft war, erfolgte die Einbringung in routinierter Weise. Ein vor dem Haus aufgestellter Kran, der über eine große Reichweite verfügte, nahm das Becken auf und hob es über das Wohnhaus in die vorbereitete Baugrube. Der Keller mit dem Rohbau-Ausschnitt war schon fertig, und der Pool musste nur reingesetzt und angeschlossen werden. Mit den  Montagearbeiten wurde der Installateur Ulrich Besendorf aus Bad Kissingen beauftragt.


 


Der Architekt Jörg Gehles, der auf Holzbauten spezialisiert ist, hatte einen Anbau ans Wohnhaus geplant, der das Becken aufnehmen würde. Dieser war größer als die vorherige Terrasse angelegt. Da man im Bauvolumen begrenzt war und nicht tief in den Untergrund graben konnte, gleichzeitig auch einen ebenerdigen Zugang vom Wohnhaus ermöglichen wollte, ist die Schwimmhalle auf zwei Ebenen angelegt mit Gefälle in der Längsrichtung des Beckens. Das Becken steht komplett freitragend und aufgeständert im Untergeschoss und ragt auf die Schwimmhallenebene empor. Während die Treppenanlage in der oberen Hälfte liegt, gelangt man über ein paar Stufen in den unteren Teil. Das Becken ragt auf dieser Seite ein Stück über den Umgang hinaus und wurde mit Platten verkleidet. Die Rinne wurde hier etwas tiefer gesetzt, um sie mit einem Travertin überdecken zu können.

Die unterschiedlichen Beckenbreiten ergeben sich aus der individuell geformten Einstiegstreppe, in deren Stufen Luftsprudel- und Massagedüsen eingearbeitet sind. Hier misst der 10,80 m lange Pool stattliche 4,80 m in der Breite, im restlichen Teil 3,80 m. Das Becken ist außerdem umfangreich mit Wasserattraktionen ausgestattet. Neben den Massagedüsen in der Treppenanlage befinden sich weitere Massagedüsen an der Stirnwand gegenüber der Treppe. Zur weiteren Attraktionsausstattung gehören aus dem Ospa-Programm eine Schwalldusche am Beckenrand, eine Gegenstromanlage und drei Unterwasserscheinwerfer. Die Ospa-Schwimmbadtechnik ist im Untergeschoss direkt am Beckenkörper installiert. Zur Ausstattung gehört das gehobene Ospa-Programm für Privatpools mit Filteranlage EcoClean, Desinfektionsanlage BlueClear, Dosiertechnik für pH-Heben und -Senken und der Schaltschrank. Am Display der Poolsteuerung „Ospa-BlueControl“ kann der Bauherr seine Wasserwerte kontrollieren und bei Bedarf korrigieren, aber auch die Wasserattraktionen bedienen. Mit der Ospa-Lichtsteuerung lassen sich außerdem zahllose Farben erzeugen. Das Wasser und der ganze Raum werden dann in einen Farbenrausch versetzt.

Die Vorliebe des Architekten für Holz wird in der Materialauswahl deutlich. Warme Holztöne korrespondieren perfekt mit dem Blau des Poolwassers, und große Glasscheiben und Glasschiebetüren öffnen den Baukörper und lassen ihn leicht und transparent wirken. Außerdem dringt viel Tageslicht in die Schwimmhalle, die einen hellen und freundlichen Eindruck macht. Durch Glasscheiben abgetrennt sind in einem Nebenraum noch zusätzlich Infrarotkabine, Ruhebereich und Multimedia-Anlage untergebracht.

„Das Projekt konnte dank der harmonischen Zusammenarbeit aller Beteiligten gut durchgeführt werden“, resümiert Olaf Wendler. „Es wurde nur im Team entschieden, und nicht nur bei der Planung, sondern auch bei der Ausführung ist alles reibungslos gelaufen. Eine Baustelle, die richtig Spaß gemacht hat.“ Fotos: Tom Philippi

 

Mehr Informationen gibt's hier:

PVC-Schwimmbecken:
Vario Pool System GmbH
32429 Minden
Tel.: 0571 5055750

info@vpsgmbh.de
www.vpsgmbh.de

 

Schwimmbadtechnik:
Ospa Schwimmbadtechnik
73557 Mutlangen
Tel.: 07171 705-0

ospa@ospa.info
www.ospa.info

 

Architektur:
Jörg Gehles
97437 Haßfurt
Tel.: 09521 9438-0

info@joerg-gehles-architekt.de
www.gehles-holz-design.de

 

Installation und Montage:
Back GmbH & Co. KG
Ulrich Besendorf
97688 Bad Kissingen
Tel.: 0971 785690

service@info-back.de
www.info-back.de