Sole wird seit Jahrhunderten wegen seiner Heilkraft geschätzt. Vielfältig sind mittlerweile auch die Anwendungen in Wellnesskabinen. Zwei Beispiele sind Warmluftkabinen mit Gradierwerk und Soledampfkabinen, die die Vorteile der Wärmestrahlen heißer Steinplatten mit der Inhalationswirkung der dampfenden Solelösung vereint.

Meeres.Feeling

Sole findet sich in vielfältigen Anwendungen sowohl im medizinischen als auch im Wellnessbereich wieder. Denn die Heilkraft der Sole ist seit Jahrhunderten bekannt. Sol oder Sul bezeichnete im Mittelalter eine Kochsalzlösung, aus der in Salinen, Salzbergwerken oder am Meer Salz gewonnen wurde. Nicht ganz so alt, aber doch auch schon sehr lange wird die Soleinhalation zur Heilung von Lungenerkrankungen erfolgreich eingesetzt. Daher lag es nahe, Sole auch in verschiedenen Anwendungsformen in Wellnesskabinen anzuwenden. Gab es am Anfang Probleme, die Sole in der richtigen Form und Konzentration in die Kabine einzubringen, so dass für die Badenden der angenehme Inhalationseffekt wirksam würde, wird die Technik mittlerweile beherrscht und das Angebot an Solekabinen wächst.


Eine Variante ist zum Beispiel die Solekabine als Warmluftbad, in die vernebelte Sole ein- gespeist wird. Zusätzlich fließt konzentrierte Sole über ein Gradierwerk und versetzt die Luft mit feinen Salzkristallen. In den Kabinen herrschen niedrige Badetemperaturen von 35 bis 38° Celsius und eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Etwas anderes stellen Soledampfkabinen dar. Das Solewasser läuft über eine senkrechte Steinplatte und erwärmt sich dabei auf ca. 60 bis 65° Celsius. Der Beton hat eine hohe Wärmeleitfähigkeit, so dass sich der Raum schnell erwärmt und die Badenden sowohl die wohltuende Wärmestrahlung der Steinplatten als auch die Inhalationswirkung der dampfenden Solelösung genießen können. Man spürt sofort die wohltuende Wirkung auf die Atemwege und den ganzen Organismus. Der gesamte Raum wird mit Glasfaserbeton monolithisch ausgestaltet. Dieser ist versiegelt, so dass das Salz nicht in die Wände eindringen kann. Auf der einen Wandseite wird das Solewasser umgewälzt. Dafür wird die Sole mittels einer geräuscharmen Pumpe in ein Überlaufbecken oberhalb der Wand gepumpt, um dann über die gesamte Wand abzulaufen. Der Solebereich wird durch Süßwasser eingegrenzt, so dass ein eigenständiges Solesystem entsteht. Der Überlauf kann dabei ganz individuell und die berieselte Wandfläche sowohl glatt als auch stufen- oder terrassenförmig gestaltet werden. Dazu hat man auch die Möglichkeit, durch LED-Leuchten die Kabine in buntes Licht zu tauchen. Auf der gesamten von der Sole berührten Wandfläche und im Randbereich zum Süßwasser entstehen Salzkristalle. Wenn beispielsweise rötliches Himalaya-Salz verwendet wird, so gibt dies einen zusätzlichen optischen Reiz. Gegenüber der Solewand können dazu individuell nach Kundenwunsch Sitzbänke oder Liegen positioniert werden.