Eine technisch und gestalterisch anspruchsvolle Lösung: In einen Anbau ans bestehende Wohnhaus ließ der Bauherr eine hochwertig ausgeführte Schwimmhalle einbauen, die den Wünschen der gesamten Familie entspricht.

Moderne Wohlfühloase

Mit dem Gedanken, seinen vier kleinen Kindern einen Pool bieten zu können, beschäftigte sich der Bauherr schon lange. Zwar befindet sich das Grundstück im Umland von Basel in starker Hanglage mit weitem Ausblick in die Natur, aber ein Pool würde sich auf dem Grundstück schon realisieren lassen. Da der Vater des Bauherrn Architekt ist, übernahm dieser die Entwurfsplanung und die Bauüberwachung. Für die Schoch, Projektleiter bei Vivell. Im Laufe des Planungsprozesses kamen dann noch weitere Ideen und Details hinzu, bis das Ergebnis sich sehen lassen konnte. An das bestehende Wohnhaus wurde zur Hangseite hin ein Schwimmhallenanbau realisiert mit einem 5 x 6 m großen Schwimmbecken als Mittelpunkt. Das Becken ist unmittelbar an die raumhohen Glasschiebetüren herangerückt, so dass zum einen viel Licht in die Schwimmhalle fällt, zum anderen bietet sich den Bewohnern von der Schwimmhalle aus ein toller Ausblick in die Landschaft. Die Glasschiebetüren lassen sich übrigens elektrisch öffnen.

Das Schwimmbecken ist aus Ortbeton gefertigt und mit Feinsteinzeugfliesen ausgekleidet. Die fast rechteckige Beckenform wird durch eine bequeme Einstiegstreppe durchbrochen. Im Einstiegsbereich und an den Fenstern ist das Becken mit einer Überlaufrinne ausgestattet, sodass der Pool den gewünschten hohen Wasserspiegel bietet und auch vom Becken aus der Ausblick nach draußen möglich ist. An den beiden Längsseiten wurde drauf verzichtet, zum einen aus Platzgründen, zum anderen weil die Rinnen wegen des fehlenden Umgangs nur schwer zu reinigen gewesen wären. Die Rinne im Einstiegsbereich ist dazu mit Feinsteinzeugplatten überdeckt, die eine Holzanmutung haben. Im gleichen Farbton sind die Umgangsplatten gehalten, so dass ein farblich stimmiges Bild ohne Brüche geschaffen wurde.

Das Schwimmbecken ist mit einer Gegenstromanlage und Scheinwerfern ausgestattet. „Als die Diskussion auf die Ausstattung des Pools mit Wasserattraktionen kam“, erzählt Roger Schoch weiter, „haben wir eine andere Idee entwickelt, nämlich im Treppenbereich einen Whirlpool zu integrieren und dafür auf die Massagedüsen, die ursprünglich im Schwimmbecken geplant waren, zu verzichten“. So wurde die Treppenanlage geteilt und auf der Wandseite ein Whirlpool gebaut, der mit dunklen Sicis-Glasmosaiken verkleidet ist. Der Beckenkörper wirkt jetzt, als ob ein blauer Monolith aus der Wand herauszukommen scheint. Der Whirlpool ist ebenfalls mit einer Überlaufrinne und mit zahlreichen Luftsprudel- und Massagedüsen ausgerüstet.

Beide Becken, also Schwimmbecken und Whirlpool, werden über eine gemeinsame Ospa-Wasseraufbereitung betrieben. Im Badebetrieb wird der Whirlpool-Kreislauf abgeriegelt und auf die gewünschten 37° Celsius aufgeheizt. Nach Beendigung öffnet sich der Kreislauf wieder, und das Whirlpoolwasser fließt zurück in den großen Beckenkreislauf. Vorteil: Der Whirlpool wird permanent von aufbereitetem und desinfiziertem Wasser durchströmt. Die Einstellungen kann der Bauherr an der Ospa-„BlueControl“-Steuerung leicht vornehmen, die Wasserwerte abrufen und bei Bedarf korrigieren, aber auch die anderen Features wie Scheinwerfer oder Gegenstromanlage steuern. Die Lüftungs- und Entfeuchtungsanlage ist hier ebenfalls aufgeschaltet.

Im Untergeschoss direkt am Beckenkörper ist die Ospa-Schwimmbadtechnik installiert. Zur Ausstattung gehören Filteranlage, Desinfektionsanlage „BlueClear“, Dosiertechnik für pH-Heben und -Senken und der Schaltschrank. Alles ist sauber und revisionsfreundlich im Beckenumgang installiert. Die gesamte Schwimmbadtechnik ist außerdem auf das KNX-System im Wohnhaus aufgeschaltet.

Nach dem Poolbau und den technischen Arbeiten ging der weitere Ausbau der Schwimmhalle zügig voran. Die Wände links und rechts vom Schwimmbecken wurden mit einem Sandstein aus der Region verkleidet. Die Decke ist abgehängt und mit einer Spiegelspanndecke ausgestattet, in der sich das Poolwasser widerspiegelt. Dadurch erhielt der Raum deutlich mehr Höhe. An der Fensterfront befindet sich ein Lüftungskanal, über den warme und aufbereitete Luft eingeblasen wird. Im hinteren Bereich der Schwimmhalle wird die Luft wieder abgezogen.

Der warme Farbton der Umgangsplatten setzt sich auch im hinteren Teil der Schwimmhalle fort, die insgesamt einen wohnlichen, freundlichen Charakter hat. Zur weiteren Ausstattung gehören eine Saunakabine mit breiter Glasfront, eine Dusche und Liegemöglichkeiten. Holzschränke und Ablagen komplettieren den Aufenthaltscharakter. Der hintere Teil der Schwimmhalle mündet vor eine blanke Felswand. „Bei den Aushubarbeiten stieß man auf den Fels“, erzählt Roger Schoch den Hintergrund. Auf Wunsch des Bauherrn wurde dieser so belassen wie er ist. Stattdessen wurde der Bereich als Abkühlzone mit Kaltwasserbottich und als Aufenthaltsbereich nach der Sauna ausgebaut. So entstand eine kleine, aber technisch und gestalterisch hochwertig ausgeführte Schwimmhalle, die den Erwachsenen und den Kindern gleichermaßen als Bade- und Wohlfühloase dient. Für diese Schwimmhalle erhielt Vivell den bsw-Award.

Mehr Informationen gibt's hier:

Technikplanung und Installation:

Vivell + co AG
CH-4616 Kappel
Tel.: 0041 62 2096868

info@vivell.ch 
www.vivell.ch